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9. Juni 2026

Ökumenischen Erinnerung an Oberin Prof. Dr. h.c. Christine Gleixner

Wir laden Sie herzlichst ein zu einer Ökumenischen Erinnerung an Oberin Prof. Dr. h.c. Christine Gleixner CFB (1926-2015) am Montag, dem 22. Juni 20206, um 16:00 Uhr im Stephansdom. Anlass ist ihr 100. Geburtstag. Von vielen wurde sie „Mutter der Ökumene in Österreich“ genannt.


Christine Gleixner
wuchs als einziges Kind einer sehr liberalen Familie „in kritischer Distanz zur Kirche und zur damaligen Gesellschaftsordnung“ auf. Nach dem Studium der Biologie in Wien trat sie 1949 in Bloemendaal (Niederlande) in die Kongregation der Frauen von Bethanien (CFB) ein, studierte dort und in Nijmegen, Utrecht und Paris Theologie und kehrte 1962 nach Wien zurück.

 

In der Erzdiözese Wien und in ganz Österreich und darüber hinaus war sie auf verschiedensten Ebenen der Ökumene tätig: als langjähriges Mitglied und Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), der Diözesankommission für ökumenische Fragen der Erzdiözese Wien, der Gemischt-Katholisch-Evangelischen Kommission, in der Vorbereitung und als Delegierte bei den Europäischen Ökumenischen Versammlungen (Basel 1989, Graz 1997, Sibiu 2007). Sie baute das Ökumenische Forum Christlicher Frauen in Österreich mit auf, war ab 1990 Konsultorin der Stiftung Pro Oriente und wirkte 1997-2001 an der Vorbereitung der „Charta Oecumenica“ mit. Die „kleine Grand Dame der Ökumene“ wirkte mit Entschlossenheit, Mut und Zielstrebigkeit im Gespräch und in der Zusammenarbeit mit den höchsten Repräsentanten und Vertretern der christlichen Kirchen. Die Impulse, die sie gab, und die Verbindungen, die sie initiierte und bestärkte, sind bis heute lebendig.

 

Viele Jahre war sie in der Vorbereitung des „Österreichischen Ordenstages“, bei „Österreichischen Katholikentagen“ und beim Weltgebetstag der Frauen engagiert. 1969-1971 war sie Delegierte bei der Wiener Diözesansynode. 1986 begleitete sie die KSZE-Konferenz in Wien. Ab 1990 war sie Mitglied im Beirat der Kontaktstelle für Weltreligionen. Sie war treibende Kraft für das Ökumenische Sozialwort der Kirchen in Österreich und arbeitete beim Verfassungskonvent des österreichischen Nationalrates („Österreichkonvent“) mit. 1996–2004 war sie Mitglied in der Kommission Iustitia et Pax der Österreichischen Bischofskonferenz. Neben einer regen Publikations- und Rezensionstätigkeit, Tagungs- und Vortragstätigkeit setzte sie auch Initiativen im Bildungsbereich, war in den Medien präsent (z.B. bei der Ökumenischen Morgenfeier) und engagierte sich für den Dialog der Kirchen mit dem Judentum und das interreligiöse Gespräch.

 

Im Jahr 2000 wurde ihr durch die Republik Österreich der Professorentitel verliehen, 2006 das Ehrendoktorat der Katholisch-Theologischen der Katholischen Privatuniversität Linz, 2008 die Ehrenmitgliedschaft bei der Bildungsinitiative PILGRIM, 2009 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, 2009 die Ehrenmitgliedschaft des Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit, 2009 der Abt-Emmanuel-Heufelder-Preis der bayrischen Benediktinerabtei Niederaltaich.

 

Die Ökumenische Erinnerung am 22. Juni 2026 wird mit Erzbischof Mag. Josef Grünwidl und Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Konfessionen gefeiert. Wir freuen uns, dass Weggefährten und Kolleginnen Erinnerungen beisteuern werden.

Plakat 2 A4 Gedenkgottesdienst Christine Gleixner 22.06.2026 16 Uhr Stephansdom