In der ersten Juniwoche war die palästinensische Friedensaktivistin, Autorin und langjährige WGT-Projektpartnerin Sumaya Farhat-Naser wieder zu Besuch in Wien. Aus diesem Anlass hat der Weltgebetstag der Frauen in Österreich in Kooperation mit dem Albert Schweitzer Haus – Forum der Zivilgesellschaft Plattform für Bildung und gesellschaftlichen Dialog am 2. Juni im kleinen Rahmen ein Vernetzungstreffen zum Austausch und Kennenlernen mit Sumaya Farhat-Naser organisiert. Ziel dieses Treffens ware es zu überlegen, wie einem Frieden im Nahen Osten näher gekommen werden kann.
Am Tag darauf, am Mittwoch, lud der Österreichische Frauenrat zu einem Gespräch zwischen Sumaya Farhat-Naser und der Journalistin Renata Schmidtkunz im Kreiksy Forum ein. Darin sprachen sie über die aktuelle Situation im Westjordanland, dem derzeitigen Stand des Konflikts und wir er das Leben der Mensch vor Ort beeinflusst. Welche Hoffnung gibt es und was erwarten sich die Menschen von Europa und speziell Österreich?
Sumaya Farhat-Naser beschrieb, wie sich die Situation iin ihrer Heimat seit ihrem letzten Wien-Besuch vergangenen Oktober noch weiter zugespitzt hat: Es sei das erste Mal, dass Menschen im Westjordanland von Hunger betroffen sind. Aufgrund der nicht ausbezahlten Steuergelder könne die palästinensische Autonomiebehörde die Angestellten im öffentlichen Dienst nicht mehr bezahlen. Das führe unter anderem dazu, dass Schulen nur mehr drei Tage die Woche geöffnet sind. Die Gewalt gegen palästinensische Bauern habe ebenso zugenommen.
Die Situation scheint ausweglos, aber die Hoffnung auf Frieden dürfe nicht aufgegeben werden, so die Kreisky-Preisträgerin: Ein Großteil der Menschen in Israel und Palästina will einfach nur in Frieden leben und darauf muss aufgebaut werden.
Mehr zur Projektarbeit von Sumaya Farhat-Naser erfahren Sie hier: Palästina – Bildungsarbeit und Friedenserziehung




