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Palästina, Gaza – Saida (Glück): Frauen fertigen nachhaltige Kinderspielsachen an

Der anhaltende Krieg im Gazastreifen hat die Zeina Kooperative schwer getroffen, die vor dem Krieg als Hoffnungsträgerin für benachteiligte Frauen diente. Die andauernden Bombardierungen, die Zerstörung der Infrastruktur und die Vertreibung haben die einst florierende Werkstatt im Norden des Gazastreifens lahmgelegt, wodurch nicht nur ein physischer Arbeitsraum verloren ging, sondern auch eine über Jahre gewachsene Gemeinschaft und Zusammenarbeit abrupt endete. Der Krieg beraubte die Frauen ihrer Einkommensquelle und ihres kreativen Ausdrucks. Sie mussten mit kaum vorhandenen Ressourcen in den Süden des Gazastreifens fliehen – ohne eine Perspektive für die Zukunft. Die Geflüchteten, die bereits unter schwierigen Bedingungen in überfüllten Flüchtlingslagern leben, sind besonders gefährdet, erneut vertrieben zu werden und keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen zu haben.

Das Projekt «Saida – Glück» setzt sich für die Stärkung vertriebener Frauen der Zeina Kooperative im Gazastreifen ein, indem es sie vorübergehend mit dem Nötigsten und längerfristig bei der Wiederherstellung ihrer Lebensgrundlagen unterstützt. Die Frauen der Zeina Kooperative wurden seit Ausbruch des Krieges im Oktober 2023 aus dem nördlichen Gazastreifen vertrieben und mussten dadurch enorme Herausforderungen bewältigen.

Konkret umfasst das Projekt die Bereitstellung von lebenswichtigen Gütern wie Nahrungsmitteln für die Familien, die psychosoziale Unterstützung der Frauen und ihrer Kinder sowie die Einrichtung eines Gemeinschaftsraumes mit Arbeitswerkzeugen, so dass sie ihre berufliche Tätigkeit wiederaufnehmen können. Sie können zusätzlich an Schulungen und Weiterbildungsprogramme teilnehmen. Die handgefertigten Puppen dienen als Lernmittel für Kinder in Schulen und temporären Lernräumen in Flüchtlingslagern. Zudem stellen die Frauen weitere textile Gegenstände aus recycelten Stoffen her. Die Frauen erhalten auf diese Weise befristete Arbeitsplätze. Das gemeinsame Arbeiten fördert zudem den sozialen Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl der vertriebenen Frauen und ermöglicht gegenseitigen Austausch und Unterstützung. Das Projekt trägt nicht nur dazu bei, Existenzen wiederaufzubauen, sondern auch Würde und Resilienz zu stärken. Es zeigt das enorme Potenzial von Frauen und bietet der Gemeinschaft soziale und wirtschaftliche Entwicklung sowie die Bewahrung der eigenen Kultur durch die Herstellung traditionellen Handwerks.

Projektpartner:

Canaan Institute of New Pedagogy

Finanzierung durch den WGT Österreich:

Bilder Copyright: cfd/Samar Abu Elouf