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100 Jahre WEltgebetstag der Frauen

Für Gerechtigkeit und Frieden- 100 Jahre Weltgebetstag

So lautet der offizielle deutschsprachige Titel für den Weltgebetstag 2027.

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums wurde die Liturgie vom Internationalen Komitee verfasst, in dem jeweils zwei Frauen aus den sieben Weltgebetstagsregionen vertreten sind: Afrika, Asien, Europa, Karibik und Nordamerika, Lateinamerika, Mittlerer Osten und Pazifik. Ergänzt wird das Gremium durch die Weltpräsidentin Joyce Largo-Steiner aus Ghana sowie die Geschäftsführerin Katie Reimer.
Anders als gewohnt liegt der Schwerpunkt nicht auf einem bestimmten Land, sondern auf der Weltgebetstags-Bewegung.
Die Geschichte des WGT begann mit mutigen Frauen, die gemeinsam beteten, voneinander lernten und schließlich handelten. Frauen, die den Blick nicht abwandten, sondern sich den Ungerechtigkeiten und Nöten der Welt stellten – und darauf antworteten. Zuerst im Gebet, dann im konkreten Tun. So wurde von Anfang an das Leitmotiv der Bewegung lebendig:
„Informiert beten – betend handeln.“

Im Gottesdienst halten wir Rückschau und folgen dem Strom des Gebets durch ein ganzes Jahrhundert – von 1927 über die Zeit der Weltkriege, die Weltwirtschaftskrise und den Kalten Krieg bis zu den Herausforderungen in unserer Zeit.
Die ausgewählten Bibeltexte laden ein zur Auseinandersetzung mit zwei eindrücklichen Glaubenszeugnissen: dem Lied der Hanna (1. Samuel 2,1–10) und dem Magnificat der Maria (Lukas 1,39–55).
Die Gebete dieser Frauen wollen uns ermutigen, unsere eigenen Fragen und Erfahrungen in den Dialog mit diesen alten Texten zu bringen und daraus neue Perspektiven für die Herausforderungen unserer Zeit zu gewinnen.

Mehr Informationen zu den Österreich Highlights gibt es in der Kategorie „Über uns“. Material zum kostenlosen Download stehen im Bereich Material zur Verfügung, es wird laufend erweitert.

WGT-Titelbild 2027

Die libanesische Künstlerin Shams Saad hat anlässlich des Jubiläums ein eindrucksvolles Gemälde geschaffen mit dem Titel:

„River of Prayer“ (Der Strom des Gebets)

Es zeigt Frauen aus aller Welt, die unterschiedliche Kulturen und Regionen repräsentieren und im Gebet miteinander verbunden sind.
Im Zentrum des Kunstwerks fließt ein Fluss – Sinnbild für den Heiligen Geist, für Frieden und die lebendige, fortwährende Gegenwart Gottes.
Sanft umgibt er die Frauen und verbindet sie zu einer Gemeinschaft in einem Geist. Ihre Gesichter spiegeln Glauben, Hoffnung und Widerstandskraft wider. Die Farben sind lebendig und vielfältig;
sie veranschaulichen den Reichtum jeder einzelnen Nation und zugleich die Schönheit der Einheit in Vielfalt – ein kraftvoller visueller Aufruf zu Gerechtigkeit, Frieden und spiritueller Gemeinschaft.