ÖKUMENISCHER
WELTGEBETSTAG
2. März 2012
Petition für die Rechte von Hausangestellten mit der Weltgebetstags-Partnerorganisation Tenaganita
Eingelassen in kräftig grünes, flammend stilisiertes Laub eine leuchtend gelbe Kelchform.
Darin drei rote, feenhaft grazile Frauengestalten und, erst auf den zweiten Blick erkennbar, eine weiße Person. Starke Anspannung herrscht zwischen zwei Frauen:
ein junges Mädchen wird von einer Erwachsenen hoch gezogen, auf - gezogen. Die Körperhaltung und besonders die Arme der beiden verdeutlichen: es geht nicht um Zwang sondern um Hilfe, Unterstützung, Beistand einerseits und um den Willen, sich aufhelfen zu lassen andererseits. Eine Aktivität der dritten roten Frau erkenne ich nicht. Aber: Genügt es oft nicht, einfach da zu sein?
Vielleicht mit einem Wort der Aufmunterung oder einem anerkennenden Lächeln?
Interessant ist auch die weiße, wohl älteste Frau: Ihre Arme und Hände liegen auf Rücken und Schultern der beiden anderen Erwachsenen. Sie verbindet sie also miteinander und stärkt sie somit. Zugleich stützt sie sich selbst auf die jüngere Generation.
Dass die Künstlerin diese Gestalt weiß skizziert, legt zudem den Gedanken nahe, dass sie den guten Geist verkörpert, der uns Weltgebetstagsfrauen immer wieder ermuntert und bestärkt, unsere Bewegung im Sinne unserer "Mütter", d.h. den Notwendigkeiten und Möglichkeiten unserer Zeit entsprechend, weiter zu führen.
Aufhelfen und sich aufhelfen lassen, stützen und sich stützen lassen, gemeinsam (auf)stehen ...
Da ist die Wirkkraft Gottes spürbar. Auch die könnte die weiße Gestalt personifizieren.
Eindeutig jedoch das Geist-Symbol der Taube: durch ihr loderndes Wehen weicht das bedrängende Zweigwerk zur Seite. Und der Segen gemeinschaftlichen Handelns weht in alle Welt hinaus.
Monika Heitz
Die malaysische Künstlerin Hanna Cheriyan Varghese (1938-2009) hat das Titelbild eigens für den WEG 2012 - Lasst Gerechtigkeit walten, geschaffen.
"Gedanken und Bilder aus den Bibeltexten sind miteinander verflochten und manchmal kommt die Vision wie ein Blitz. Aber meistens entwickeln sich die Bilder durch einen ständigen Prozess der Meditation."