ÖKUMENISCHER
WELTGEBETSTAG
2. März 2012
„Das Land, wo sich die Winde treffen“, so nannte der Gouverneur Swettenham Malaysia als einen Treffpunkt der Kulturen zwischen Ost und West.
Die ältesten archäologischen Funde sind etwa 40.000 Jahre alt, das Leben in den Wäldern ist seit Jahrhunderten im Wesentlichen unverändert geblieben – aber die Geschichte Malaysias ist eng verbunden mit Handel, Austausch und Migration. So war Malaysia bereits, lange bevor dieser Begriff zum geflügelten Wort wurde, eine multikulturelle Gesellschaft.
Der Blick auf die Kulturgeschichte Malaysias offenbart eine Fülle unerwarteter Details in seiner Verwandlung. Dies ist es, was es so anders, so überaus faszinierend macht. Veränderungen sind Teil der Reichtümer Malaysias, mit all ihrer dazugehörigen Vielfalt und Synthese.
(Zitat aus: „Reichtum aus dem goldenen Malaysia“ von Dr. Ramesh Kumar Biswas; printet by Springer 2003)
In der Mitte einer solchen Vielfalt und Unterschiedlichkeit sind Toleranz und Harmonie, sowie eine faire und gerechte Politik für alle lebenswichtig.
Das kommt in der Einleitung zur Liturgie der Frauen aus Malaysia, mit dem Thema „Lasst Gerechtigkeit walten“, zum Ausdruck.
Allerdings ist das Ideal des Friedens und der Harmonie von Korruption und Gier untergraben. Das ist uns allen auch aus eigener Erfahrung bekannt und so sind wir eingeladen, die malaysischen Frauen auf der Suche nach der Stimme der Gerechtigkeit zu begleiten. Bei der Benennung ihrer Bedenken und Unsicherheiten, laden sie uns ein, unsere eigenen Ängste und Missstände zu erkennen.